Treffen der Kontaktschulen an der FAU

Am 25.03.2026 fand das Treffen der (beruflichen) Kontaktschulen des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung statt. Diese Schulen tragen und gestalten die Schulpraktischen Studien in den Studiengängen der Berufs- und Wirtschaftspädagogik maßgeblich mit. Dabei konnten Schulen aus ganz Bayern – von Hof im Nordosten bis hin zu Kempten in Südwesten – begrüßt werden. Neben den Schulen waren Vertreterinnen und Vertreter des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, der Regierungs- und Ministerialbezirke, dem ISB, der ALP und des ISPN sowie der Partner im Programm Wipäd Trial dem Studienseminar, anwesend.

Im Mittelpunkt standen zentrale Themen, die sowohl für die universitäre Ausbildung als auch für die schulische Praxis von hoher Relevanz sind. Der Hauptschwerpunkt lag dabei auf der Reflexion und dem Austausch über die schulpraktischen Studien als jährlichem Hauptanlass für das Treffen der Kontaktschulen. Ein besonderer Fokus lag zudem auf Strategien zur Gewinnung von Lehrkräften. Hierzu wurden Einblicke in bestehende Initiativen auf ministerieller und kommunaler Ebene sowie in universitäre Aktivitäten gegeben und Erwartungen an Schulen formuliert.

Ein weiterer Schwerpunkt war das innovative Modell „WiPäd Trial“, das eine enge Verzahnung von Studium, vergüteter Praxistätigkeit und Vorbereitungsdienst vorsieht. Ziel ist es, neue Wege in der Lehrkräftebildung zu eröffnen und die Attraktivität des Lehramts an beruflichen Schulen nachhaltig zu stärken. Dabei gab eine Gruppe von Studierenden des Studienmodells Einblicke in ihren Arbeitsalltag und dem Zusammenspiel von Studiums und praktischer Tätigkeit.

Darüber hinaus wurde die Bedeutung einer evidenzbasierten Entwicklung von Unterricht, Schule und dem System der beruflichen Bildung hervorgehoben. Nationale und internationale Perspektiven sowie aktuelle Initiativen – insbesondere im Kontext evidenzbasierter Schulentwicklung – wurden hierbei diskutiert.

Ein weiterer Themenblock widmete sich dem selbstgesteuerten und personalisierten Lernen. Dabei standen sowohl theoretische Begründungen als auch konkrete Umsetzungsansätze in Lernsituationen im Fokus, insbesondere mit Blick auf die Förderung von Selbstlernkompetenzen bei Lernenden.

Abschließend wurde die Rolle von Social Media in der Berufsbildung beleuchtet. Zwischen bildungspolitischer Debatte und zukünftigen Handlungsfeldern eröffnet sich hier ein dynamisches Entwicklungsfeld, das künftig weiter an Bedeutung gewinnen dürfte. Damit verbunden wurde ein Ausblick auf die Vorstellung des Gutachtens des Aktionsrats Bildung am 21. Mai 2026 (aktionsrat-bildung.de) gegeben.

Das Treffen der Kontaktschulen bot damit eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Bildungspolitik und schulischer Praxis und setzte wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der beruflichen Lehrkräftebildung.